Gesprächskreis - Flüchtlingskrise ein Thema der AfD?

(Beitrag vom 29.05.2016 korrigiert am 31.05.2016)

Kaum ein Thema hat die Gesellschaft unseres Landes so schnell, fast unversöhnlich und nachhaltig gespalten wie die im Moment etwas abgeklungene Flüchtlingsbewegung.

Jeder von uns hat sich dazu wohl mehr oder weniger eine Meinung gebildet. Wobei dabei entscheidend sein dürfte, ob wir auf diese Frage mehr mit Emotionen reagieren und mit spontaner Hilfsbereitschaft, ohne dabei die langfristigen Folgen mit zu bedenken, oder eher mit Zahlen und Fakten, die bekanntlich die Realität wirklichkeitsnäher abzubilden helfen, als Gefühle das tun.

Und es scheint sich eine neue Flüchtlingswelle auf Europa zuzubewegen.

Neue Flüchtlingswelle aus Nordafrika

Die Meldung vom 28.05.2016:

"....Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind zahlreiche Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine barg nach eigenen Angaben vom Freitagabend 45 Tote. Es werden noch viele weitere Opfer befürchtet...."

So schrecklich wie das ist, es stellt sich einfach die Frage, wie will man da helfen?
Nehmen wir sie weiterhin alle ohne Prüfung auf, droht ein Disaster.
Die LINKEN z.B. haben als einzige Argumentation (auch wenn sie richtig ist) - Wir müssen Fluchtursachen beseitigen.


Ja, absolut richtig - nur dies ist ein sicherlich längerer Akt und ich bezweifle, dass das wirklich mit ganzem Herzen geschehen wird. Es widerspricht den "Gesetzen" der neoliberalen Marktwirtschaft und denen haben sich heute fast alle Politiker verschrieben zudem hilft dies in der aktuellen Situation kaum.

Erst einmal muss den wirklichen Kriegsflüchtlingen in ihrer Region geholfen werden - und das massiv. Die Länder, die sie aufnehmen, dürfen nicht mit den Problemen allein gelassen werden.

Wir dürfen auch nicht nur Fluchtursachen bekämpfen, sondern müssen auch Rückkehrperspektiven schaffen.

Es sind etwa 60 Millionen Menschen (hauptsächlich in Afrika) auf der Flucht. Möchten wir denen alle Grenzen zu Europa öffnen? Wenn dem so wäre, hätten wir bald viele 100 Millionen mehr.

Das geht einfach nicht. Humanismus ist auch dafür zu sorgen, dass den armen Menschen hier in Europa geholfen wird und da haben wir zusehends mehr.

Unser Problem ist und bleibt der NEOLIBERALISMUS und die Parteien, die ihm huldigen.

Auch zu den Problemen gehört die Radikalisierung der bisher hier lebenden friedlichen Muslime. Die aktuelle Flüchtlingsbewegung wird sicherlich auch dafür genutzt, die mit ihnen mitziehenden Sharia-Gläubigen massiv nach Europa zu schleusen. Die Sharia soll auch denen in die Hirne gepflanzt werden, die bisher nicht aufgefallen sind und mit denen wir seit Jahrzehnten mehr oder wenig friedlich zusammen leben. Keine Ahnung, ob sich viele dagegen wehren können.

Bei der europäischen Bevölkerung - auch bei der politisch linksstehenden - muss sich nach meiner Auffassung langsam aber sicher die Meinung durchsetzen, dass die Scharia und damit der orthodoxe Islam in Europa nichts verloren hat. Die hiesige Gesellschaft hat nicht in einem mehrere Jahrhunderte dauernden Kampf die Kirche überwunden, um sich nun mit einer noch radikaleren und noch konservativeren Ideologie auseinanderzusetzen.


Ich sehe auch nicht, dass die sich stark für die Grenzöffnung einsetzenden Menschen einmal eine massive Demonstrationen z.B.gegen das Leerfischen der Afrikanischen Westküste durch die EU-Fischereiflotte oder dem Billigexport der bei uns hochsubventionierten Nahrungsmittel nach Afrika organisieren und diese Machenschaften aktiv bekämpfen.

All das raubt den Menschen dort die Lebensgrundlage. Hier schlummert ein riesiges Potential was es lohnt, in die Parlamente und zur Not auch auf die Straße zu bringen.

Hier stellt sich auch die Frage:

Gibt es seitens der Politik überhaupt Überlegungen im Hinblick auf die langfristigen Auswirkungen der derzeitigen Vorgehensweise?

Wie ich finde, haben alle Parteien incl. der LINKEN bei der Behandlung dieses Themas hoffnungslos versagt und damit den Platz für diese rechtspopulistische und stark neoliberale Partei der AfD gemacht. Ganz besonders schlimm finde ich, dass selbst die LINKEN nicht mehr als Protestpartei wahrgenommen werden. Sie haben auch keine Antworten auf die brennenden Fragen zur Lösung der Flüchtlingskrise.
Sahra Wagenknecht, die diese Lücken erkannt hat und den m.E absolut logisch richtigen Satz geprägt hat : "Wer sein Gastrecht missbraucht, hat sein Gastrecht verwirkt", wurde von allen Seiten ihrer Parteifreunde angegriffen. Dabei ist es doch normal. Kommt ein Mensch aus Angst vor Krieg und um seine Familie, in ein fremdes Land was ihm Asyl gewährt, hat er sich nach den da gültigen Gesetzen zu richten und wenn er auf Dauer da leben möchte, sich auch zu integrieren. Das sind keine rechts gerichteten sondern einfach nur rechten (in wahrsten Sinn des Wortes) Forderungen.


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Ein sehr interessanter und weiterführender Artikel von Prof. Dr. Uwe Lehnert hierzu:

https://www.thewebsite.de/cms/NS_Aktuelle-Fluechtlingsbewegung.html


Jürgen Scheffler am 30.05.2016