CETA & TTIP stoppen - Demo Hannover 23.04.2016

(Beitrag vom 25.04.2016 korrigiert am 04.05.2016)

23.04.2016 Hannover Großdemo CETA & TTIP stoppen - Für einen gerechten Welthandel!

Ja, einige aus unserer Gruppe waren da. 18 Stunden auf den Beinen. Es war anstrengend aber es musste sein.

Ein Paar auf der Demo gegen TTIP
 Ein Paar der LINKEN auf der Demo


Nach einer der größten Demonstrationen Deutschlands mit 250.000 Demonstranten am 10.10.2015 in Berlin,
hatte ich nicht mit dieser riesigen Teilnehmerzahl von 90.000 Demonstranten in Hannover gerechnet.

Es war wirklich schon fast unglaublich, daß wieder so viele Menschen auf der Straße waren um ihr legitimes Recht nach mehr Mitsprache und Demokratie zu fordern.

5km rund um die Altstadt von Hannover. Als die ersten Demonstranten am Ausgangspunkt dem Opernplatz ankamen, waren die letzten  Demonstranten noch nicht los gelaufen.

Wenn man dies erlebt, bekommt man Hoffnung für unser Land - weiter so geht es im September 2016!






 

Erfahrungsbericht eines Demonstranten:

Der Wecker klingelt, oh mein Gott, es ist 3:45 Uhr, raus aus dem Bett und fertig machen für die Demo gegen TTIP und CETA in Hannover.
Zunächst von Walsum zum Duisburger Hauptbahnhof.
Dort treffe ich zwei Kollegen, die ebenfalls mit zur Demo fahren. Einer der Kollegen hat ein 5m langes Transparent mitgebracht. Das Ganze schön eingerollt und auf beiden Seiten an einem Besenstiel befestigt.
Um ca 7:45 Uhr sind wir in Hannover und laufen erst mal Richtung Opernplatz. Alles ist noch ziemlich ruhig, die Stadt scheint noch zu schlafen. Am Opernplatz sind fleißige Hände dabei, die Bühne und diverse Stände aufzubauen.
Wir wollen uns erstmal stärken und suchen ein Café  zum Frühstücken.
Wir stellen fest: Wir sind in einem Bankenviertel, das erschwert unsere Suche nach einem Café, das auch schon um 8:00 Uhr geöffnet hat. Wir laufen vergebens die Straße rauf und runter, abwechselnd das schwere Transparent tragend, vergebens ein Café  zu finden, was geöffnet hat.

 Am 24. September Demos gegen TTIP


Jetzt setzen wir uns einfach vor ein Café  und warten bis 8:30 Uhr, dann soll dort geöffnet werden.
Beim Frühstück beobachten wir das rege Treiben der Organisationen vor Ort und sehen wie die Stadt sich mit Menschen, jung und alt, füllt. Endlich geht es los, noch eine Kollegin und Kollege schließen sich uns an.
Das ist auch gut so, denn die 5m ausgerollt sind nicht zu verachten.Zunächst stehen wir am Straßenrand und hören was die Redner zu berichten haben. Jetzt ist ein Redner auf der Bühne, den ich nicht verstehen kann, Trillerpfeifen und Buhrufe übertönen seine Rede. Von unserem Standpunkt aus können wir leider nichts sehen, aber es muss sich wohl um Sigmar Gabriel handeln. Er lässt keine Veranstaltung aus, um seine SPD noch weiter runter zuziehen. Jetzt endlich der letzte Redner und dann ist ein Marsch rund um den Opernplatz vorgesehen.

Zu fünft tragen wir das Transparent durch die Stadt.
Zunächst mit sehr viel Schwung und Elan, aber irgendwie scheint diese Runde kein Ende zu nehmen, die Füße werden immer schwerer, die Transparent kanteschneidet in der Hand, das Wetter mal sonnig, dann stürmisch und au fjeden Fall durchweg kalt. Dann sind wir am Ziel und es erfolgt die Abschlussrede.

Wieder war es ein Erfolg der TTIP-Gegner, sie sind nicht mehr zu unterschätzen, mit jeder Demo steigt der Druck auf die Befürworter.
Mit Stolz sitzen wir wieder im Zug und diskutieren auf der Rückfahrt, wann und wo die nächste Demo gegen TTIP und CITA stattfinden wird.Wir werden mit Sicherheit wieder dabei sein und hoffen, dass uns dann noch mehr Kolleginnen und Kollegen begleiten.

Gemeinsam sind wir stark, wer kämpft kann auch gewinnen, wer nicht kämpft, hat schon verloren.


In diesem Sinne, bis bald in Köln!